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Zur Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Freundschaftsvertrages zwischen dem BdV Landesverband Thüringen und dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG), am 19. September 2019 im Plenarsaal des Thüringer Landtages, konnte der BdV Landesvorsitzende Egon Primas 200 Heimatfreunde aus Thüringen und zahlreiche Gäste begrüßen.
 
Bereits am Vortag der Festveranstaltung reiste eine Delegation des Verbandes der deut-schen-sozialkulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) in Thüringen an, um mit Vertre-tern des BdV Thüringen und seiner Arbeitsgruppe „Jugend und Schule“ in den gemein-samen Erfahrungsaustausch zu treten. 
Der Freundschaftsvertrag vom 5. Dezember 1994 und der Nachtrag vom 5. Dezember 2003 waren richtungsweisend für eine konstruktive und mit Erfolg gekrönte Zusammen-arbeit beider Verbände. Dabei waren die Mitgliedsverbände beider Dachorganisationen aufgefordert, Initiativen bei allen grenzüberschreitenden Projekten und Maßnahmen zu entwickeln. Die Bilanz dieser 25-jährigen Arbeit ist sehr beachtlich.
In den Gesprächen wurden die erreichten Arbeitsergebnisse diskutiert, besonders die Unterstützung und Förderung des Deutschunterrichts für die deutsche Minderheit in Po-len. Dabei wurde seitens des BdV- Landesverbandes dem VdG zugesichert, weitere Akti-vitäten in der künftigen Zusammenarbeit zu realisieren.
Auch der konstruktive Dialog mit der jüdischen Gemeinde in Breslau unter Federführung des ehemaligen Sejmik-Abgeordneten, Jacek Pilawa, sowie die weitere Einbeziehung der jüdischen Landesgemeinde in Thüringen ist ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit beider Verbände. 
Bei der Bilanz zur 25-jährigen Partnerschaft wurde auch über die jahrelange Zusam-menarbeit zwischen dem BdV- Regionalverband Bad Lobenstein und dem Deutschen Freundschaftskreis (DFK) in Ujazd in Oberschlesien gesprochen.
 
 
BdV Landesvorsitzender Egon Primas dankte der Landtagspräsidentin, die durch die Vi-zepräsidentin Dorothea Marx vertreten wurde, für die Bereitstellung dieses würdigen Raumes für solch eine Festveranstaltung.
Herzlich begrüßt wurde von den Heimatfreunden der Präsident des BdV, Professor Dr. Bernd Fabritius, der betonte, wie gerne er nach Thüringen gekommen ist und wie eng er mit der Arbeit der Thüringer Heimatvertriebenen verbunden ist. 
Vom BdV Landesverband Rheinland-Pfalz konnte Egon Primas Nicolaus Poppitz, den stellvertretenden Landesvorsitzenden und Landesvorsitzenden der OMV, begrüßen.
 
Die Delegation der deutschen Volksgruppe stand unter der Leitung des stellvertretenden VdG-Vorsitzenden Martin Lippa. Weiterhin reisten an, die Geschäftsführerin des VdG, Maria Neumann, die Kulturreferentin des VdG, Monika Wittek, der Vorsitzende des Kura-torenrates der Eichendorff- Stiftung, Joachim Niemann, der Vorsitzende des DFK Ratibor, Waldemar Swierczek sowie die Direktorin der Eichendorff- Schule in Bierawa, Ilona Wochnik-Kukawska. Aus Ohlau /Olawa war der Sejmik-Abgeordnete a.D. des nieder-schlesischen Parlaments Jacek Pilawa der Einladung des BdV- Thüringen gefolgt, der gleichzeitig die jüdische Gemeinde in Breslau vertrat.
 
 
In der Festrede des BdV- Landesvorsitzenden auf der Festveranstaltung wurden die wichtigsten Höhepunkte und erreichten Ergebnisse genannt und dabei darauf orientiert, die bisherige Zusammenarbeit intensiv fortzuführen.
 
 
 
Die Vizepräsidentin des Thüringer Landtages Dorothea Marx würdigte in ihrem Grußwort die besonderen Leistungen des BdV bei den vielen grenzüberschreitenden Projekten, bei denen die deutschen Heimatvertriebenen ihren Beitrag für die Verständigung und Versöhnung in ihren ehemaligen Heimatgebieten leisten.
 
 
Im Grußwort des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedler und nationale Min-derheiten und Präsident des Bundes der Vertriebenen, Professor Dr. Bernd Fabritius, wurden besonders die Brückenbaufunktionen der deutschen Heimat-vertriebenen bei den grenzüberschreitenden Maßnahmen unterstrichen. Er lobte die Leistungen des BdV- Landesverbandes Thüringen.
 
 
Jacek Pilawa legte in seinem Grußwort dar, dass er seit über 20 Jahren als polnischer Partner bei vielen Projekten und Maßnahmen in Schlesien in Verbindung mit dem BdV- Kreisverband Weimar und der BdV- Ortsgruppe Blankenhain, mit dem leider inzwischen verstorbenen BdV- Mitglied Heinz Scholz mitgewirkt hat. Er ist auch eine wichtige Kon-taktperson zum DFK Breslau und zum BdV- Thüringen. Er hat im Auftrag der jüdischen Gmeinde in Breslau ein Schreiben verlesen, in dem die weitere Zusammenarbeit bei der Fertigstellung des jüdischen Friedhofs in Ohlau/ Olawa zugesichert wurde.
 
Im Grußwort des stellvertretenden VdG Vorsitzenden, Martin Lippa, wurde dem BdV Thü-ringen für die 25- jährige Zusammenarbeit und für die umfangreiche Unterstützung be-sonders im Bildungsbereich herzlich gedankt. Er ist sich sicher, dass der BdV Thüringen die deutsche Minderheit in Polen weiter unterstützen wird.
 
 
Martin Lippa wurde stellvertretend für alle aktiven Mitstreiter im VdG die Ehrenmedaille des BdV Thüringen für die gute Zusammenarbeit der letzten 25 Jahre überreicht.
 
 
Der eigentliche Gründungsvater dieses Freundschaftsvertrages und Vorsitzender des Kuratorenrates der Eichendorff-Stiftung, Joachim Niemann, appellierte in seinem Gruß-wort an die Teilnehmer im Plenarsaal, bei der Unterstützung der in der Heimat verbliebe-nen Landsleute nicht nachzulassen. Gerade in der gegenwärtigen politischen Lage in Polen ist die Unterstützung der deutschen Minderheit unerlässlich.
 
Als Anerkennung für ihre engagierte Arbeit in der 25-jährigen Zusammenarbeit zeichnete Landesvorsitzender Egon Primas Maria Neumann, Monika Wittek und Jacek Pilawa mit der Ehrenmedaille des BdV-Landesverbandes Thüringen e.V. „Für Verdienste in Treue zur Heimat“ aus.
 
Nicht vergessen wurden die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Jugend und Schule“ im BdV Thüringen unter der Leitung von Peter Gallwitz. Ihnen galt der besondere Dank des Lan-desvorsitzenden.
 
 
 
v.l.n.r.: 
Norbert Schütz,  Dr. Elke und Horst Jüngling,  Dr. Christine und Professor Dr. Fred Man-they, Egon Primas, Susanne und Peter Gallwitz, Waltraud und Helmut Bednarek,  Wilhelm Geretzky, Armin Mühle
 
 
Den festlichen Charakter der Jubiläumsveranstaltung unterstrichen drei junge Herren der Musikschule Erfurt, die als das „Cellotrio“ Werke von Bize, Kalke und Telemann gekonnt präsentierten und verdienten Applaus ernteten.
 
 
Fotos: Thüringer Landtag und Peter Ließ