Studienfahrt nach Polen

Die Studienfahrt begann für uns um 4.30 Uhr am 22. 10. 2012 am Meininger Busbahnhof. Dort wurden unsere Sachen in den Bus geladen und wir fuhren los in Richtung Polen. Zuerst holten wir noch vier weitere Schüler, die an der Fahrt teilnahmen, in Erfurt ab und dann fuhren wir weiter nach Görlitz, einer Stadt, die auf der deutsch- polnischen Grenze liegt und somit halb deutsch und halb polnisch ist, aber nicht immer war.
 
 
 
Nachdem wir einen kleinen Teil der Stadt selbst erkundet hatten, besuchten wir das Deutsch- Schlesische- Museum und erfuhren etwas über die Zeit, als heutige polnische Teile noch zu Deutschland gehörten und wie die Menschen damals gelebt haben und wie es für die Einwohner von Görlitz war, als die Stadt geteilt wurde.
 
  
Danach fuhren wir weiter nach Lubowitz, in den Ort, in dem wir in einem Hotel untergebracht waren. Nach dem Abendessen besuchten wir noch die nahegelegene Eichendorff- Stube und ein Denkmal auf dem Friedhof. Leider war es schon zu dunkel, um noch mehr zu erkunden und auch die lange Fahrt forderte ihren Tribut.
 
Am nächsten Tag, dem 23. 10. 2012, besuchten wir eine Schule in Solarnia, einem nahegelegenen Ort. Dort wurden wir von einer Lehrerin und den Schülern sehr freundlich empfangen. Die Schüler hatten für uns eine Powerpointpäsentation vorbereitet, in der wir etwas über den Dichter Joseph von Eichendorff lernten. Nachdem wir uns die Präsentation angesehen hatten, teilten wir uns in Gruppen ein und unternahmen gemeinsam mit den Schülern der Klasse eine Wissensralley durch den Wald, wobei wir Fragen beantworten mussten mit dem Wissen, welches uns die Schüler der Klasse zuvor vermittelt hatten. Danach aßen wir gemeinsam mit den polnischen Schülern zu Mittag. Anschließend verabschiedeten wir uns von ihnen und fuhren weiter nach Tschechien zur deutschen Minderheit in Hultschin.
 
 
Dort lernten wir, wie deutsch-tschechische Radiosendungen entstehen. Zwei Jungen und ein Mädchen in unserem Alter brachten uns ihr Hobby nahe und erklärten geduldig die Technik und ihre Anliegen. Anschließend sind wir mit ihnen durch die Stadt gelaufen und haben Bürger befragt, welche Sehenswürdigkeiten sie ausländischen Besuchern zeigen würden. Danach besuchten wir noch ein tschechisches Lokal, in dem wir zu Abend aßen.
 
 
 
Am Mittwoch war unser letzter „richtiger“ Tag in Polen. Nachdem wir gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg zu der Ruine des Schlosses derer von Eichendorff. Dort machten wir noch einige Gruppenfotos und schließlich liefen wir noch den „Hasengang“ entlang. Das war der Lieblingsplatz von Joseph von Eichendorff, an dem er auch viele seiner Gedichte schrieb. Dann stiegen wir wieder in den Bus und fuhren weiter zu einer Mühle, über die Eichendorff auch ein Gedicht geschrieben hatte, welches wir dort auch anstimmten. Von dort aus fuhren wir weiter zu einer Schule in Gregersdorf. Dort führte uns eine Lehrerin durch die Räume und zeigte uns einen deutschen Film mit polnischen Untertiteln, in dem die polnischen Schüler etwas über die Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Gebieten lernen und auch ihr Deutsch verbessern sollen. Danach spielten wir noch ein wenig Tischfußball, Schach, Mühle und vieles anderes mit einigen Schülern aus einer der höheren Klassen. Nach einiger Zeit fuhren wir wieder zurück in das Hotel, um uns für die am Abend stattfindende Disko vorzubereiten. Zuerst aßen wir gemeinsam mit den polnischen Schülern, die aus der zweiten Schule zu Besuch gekommen waren, zu Abend und dann konnten wir tanzen und uns untereinander austauschen. Um zehn Uhr war die Feier dann zu Ende und wir gingen auf unsere Zimmer.
Der Donnerstag war der Tag des Abschiedes. Nachdem wir unsere Zimmer geräumt und das ganze Gepäck im Bus verstaut hatten, fuhren wir wieder in Richtung Heimat. Zuerst machten wir jedoch einen Zwischenstopp in Breslau, wo wir uns Souvenirs kaufen und die sehr schön hergerichtete Stadt angucken konnten. Nach ca. einer Stunde fuhren wir dann weiter in ein Einkaufszentrum. Dort konnten wir das Geld, was wir noch hatten ausgeben und uns für die lange Rückfahrt eindecken.

Nach vier wunderschönen Tagen kamen wir dann gegen 21 Uhr wieder am Meininger Busbahnhof an. Und obwohl alle erschöpft waren, sind wir uns einig, dass diese Fahrt noch lange in Erinnerung bleiben wird.
 
Johanna Conrad im Namen aller Teilnehmer