VI. Kulturfestival der deutschen Minderheit in der Breslauer Jahrhunderthalle

Über 6.500 Gäste feierten mit großer Begeisterung am 22. September 2018 das VI. Kulturfestival.

 

 

Unser BdV- Landesverband Thüringen e.V. nahm auf Einladung des Verbandes der deutschen Sozial- Kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) an diesem kulturellen Höhepunkt teil. Hauptanliegen dieses Festivals ist, dass die Deutschen in Polen ihre Kultur und ihr Brauchtum der polnischen Mehrheitsgesellschaft vorstellen und damit zur besseren Verständigung zwischen den Volksgruppen beitragen. Die deutsche und polnische Kultur beeinflussen sich gegenseitig in ganz Polen.

 

Am Vorabend des Festivals trafen sich auf Einladung des Generalkonsuls, Hans-Jörg Neumann, zahlreiche Persönlichkeiten der deutschen Minderheit und geladene Gäste aus Deutschland zu informativen Gesprächen im Generalkonsulat Breslau.

 

Unsere Delegation, vertreten durch den BdV-Landesvorsitzenden, Egon Primas (MdL), und die Ehepaare Jüngling und Steller, beteiligte sich am Erfahrungsaustausch und berichtete über Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen unserem Landesverband und dem VdG in Polen.

 

Am nächsten Tag strömten Tausende von Besuchern und Mitwirkende in die Breslauer Jahrhunderthalle. Der Präsident des VdG, Bernard Gaida, begrüßte die Anwesenden sehr herzlich. Er machte u. a. darauf aufmerksam, dass viele Bürger der EU die Kulturrechte der nationalen Minderheiten für einen Reichtum der ganzen Union halten und dabei die Annahme des Dialogs zu den Rechtsthemen auf der Unionsebene unterstützen. Es folgten mehrere Grußworte und Wünsche der verschiedenen Institutionen. Besondere Beachtung fanden die verlesenen Grußbotschaften der Schirmherren des Festivals, der Präsidenten Steinmeier und Duda.

 

Während im Festsaal der Jahrhunderthalle zahlreiche Künstler, Chöre, Tanzgruppen und Orchester aus Schlesien, West- und Ostpreußen und Pommern auftraten, empfing unsere Delegation an unserem Informationsstand über hundert Personen zu vielfältigen Gesprächen.

 

Neben unserem Stand stellten, wie in den vergangenen Jahren, Schulen ihre Arbeitsergebnisse vor. In diesem Jahr waren es die Eichendorff-Schule aus Solarnia und die Goethe Schule aus Cosel-Rogau. Diese Schulen werden seit mehr als zwanzig Jahren von unserer Arbeitsgruppe „Jugend nd Schule“ mit vielfältigen Arbeitsmaterialien für den Deutsch- und Landeskundeunterricht unterstützt.

 

 

Die Besucher unseres Info-Standes, welcher vom Landesgruppenvorsitzenden der Schlesier, Horst Jüngling, und Vorstandsmitglied der LG Schlesien, Manfred Steller  betreut wurde, waren sehr angetan von der Arbeit unseres Landesverbandes.

Sie bedankten sich für Materialien über Thüringen und ausgewählte Handreichungen für die Arbeit der Deutschlehrer an den Schulen.

 

Anerkennung für unsere Ausstellung erfuhren wir auch durch verschiedene bekannte Persönlichkeiten, wie dem Präsidenten des VdG, Bernard Gaida, dem Generalkonsul der BRD in Breslau, Hans-Jörg Neumann, dem parlamentarischen Staatssekretär beim BMI, Bau und Heimat, Stefan Mayer (MdB), dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien, Stephan Rauhut, dem Bundesgeschäftsführer der Landsmannschaft Schlesien,  Damian Spielvogel sowie Rafael Bartek, DFK Oppeln, und Renate Zajaczkowska, DFK Breslau.

 

 

Gern führten wir auch das Gespräch mit Gabriele Czornohuz vom BMI Berlin während ihrer Stipvisite, bei dem sie uns einige Hinweise zur besseren Sichtwerbung unseres Info-Standes gab.

 

 

 

 

 

Mit sehr großem Interesse schauten sich alle Besucher unseres Standes die auf großen Tafeln angebrachten Scherenschnitte der Schlesierin Erika Schirmer an. Die Künstlerin ist BdV-Kunstpreisträgerin und Ehrenbürgerin ihres Heimatortes Schlesisch Nettkow.

 

Diese Ausstellung wurde auf Initiative des BdV-Regionalverbandes Weimar gestaltet und zuvor schon mehrfach in Schlesien gezeigt.

 

Das VI. Kulturfestival war ein sehr großer Erfolg und wird allen Anwesenden in schöner Erinnerung bleiben. Auch wir danken ganz herzlich den Organisatoren  in Oppeln und Breslau. Gleichzeitig gilt unser Dank dem BMI in Berlin für die Förderung dieses grenzüberschreitenden Projektes.