Bedeutende Schlesier aus vergangener Zeit

Die Arbeitsgruppe „Jugend und Schule“ im BdV Thüringen organisiert seit 6 Jahren Bildungsfahrten im Rahmen von Schülerwettbewerben zum deutschen Kulturerbe in früheren deutschen Ostgebieten für Schüler von Realschulen und Gymnasien aus den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen Anhalt nach Schlesien im heutigen Slask.
Im Mittelpunkt steht die Spurensuche nach bedeutenden Schlesiern aus vergangener Zeit. Beispiel: Joseph Freiherr von Eichendorff.
 
Im Rahmen der Spurensuche lernen die Schüler aus Thüringen, Sachsen und Sachsen Anhalt auch die Schüler der heutigen zweisprachigen schlesischen Eichendorff-Schulen in Solarnia, Raciborz und Grzegorzowice kennen.
 

Schüler und Lehrer in Solarnia
 
Im gemeinsamen Deutschunterricht vor Ort werden zum Beispiel während der Projektarbeit in den einzelnen Schülergruppen zum Thema Eichendorff:
Dialoge entwickelt und präsentiert oder biographische Fakten Eichendorffs geografisch geordnet und deutsche sowie polnische Bezeichnungen auf Karten eingeordnet.
Man lernt sich während der Gruppenarbeit näher kennen und verständigt sich auch über weitere Spuren zu Eichendorff in Schlesien.
In den Gesprächen stellten die Schüler auch öfters die Frage, wo findet man im heutigen Schlesien weitere Spuren von bedeutenden schlesischen Persönlichkeiten?
Zur Beantwortung dieser Fragestellung haben wir längere Zeit in Schlesien vor Ort recherchiert und präsentieren heute in einem Lehrheft 2 einige Antworten, wo man im heutigen Schlesien Spuren von Joseph von Eichendorff, Gerhart Hauptmann, Carl Gotthard Langhans, Adolph von Menzel, Ignaz Reimann, Oskar Moll, Joseph Elsner, Horst Bienek, Heinz Piontek, Edith Stein, Georg Graf von Arco, Michael Graf von Matuschka, die schlesischen Nobelpreisträger, Carl Hauptmann, den Berggeist Rübezahl finden kann.
 

Titelblatt Lehrheft 2
  
Im Ergebnis ist es als ein weiteres didaktisches Arbeitsmaterial für den landeskundlichen, regionalkundlichen Deutschunterricht für Schüler an schlesischen Gymnasien Klasse 1 – 3 gedacht.
Das Lehrmaterial ist so konzipiert, das es ständig durch Schüler und Lehrer in Schlesien weiter aktualisiert werden kann.
Im Mai 2012 haben wir das Lehrheft 2 der Deutschen Bildungsgesellschaft in Oppeln und in einem Seminar an der schlesischen Eichendorff- Schule in Solarnia den Lehrer vor Ort präsentiert.
 
 
Lehrerseminar in Solarnia
 
Im Ergebnis könnte man damit eine weitere didaktische Materiallücke für den Deutschunterricht sowie Regionalkunde in deutscher Sprache an den schlesischen Gymnasien Klasse 1 – 3 schließen.
 
Peter und Susanne Gallwitz