Das schlesische Breslau hat 2012 wieder sein Eichendorff-Denkmal zur├╝ck

Der Dichter als froher Wanderer.

Zu Beginn unseres diesjährigen Arbeitsbesuches der Arbeitsgruppe Jugend und Schule im BdV Thüringen in Schlesien waren wir in der schlesischen Metropole Breslau.
Unser Weg führte uns direkt in den Botanischen Garten auf der Dominsel.
Hier steht nun ganz stolz das neue Eichendorff- Denkmal. Der Bildhauer Stanislaw Wysockie hat den Eichendorff - Der Dichter als froher Wanderer – nach alten Vorlagen neu geschaffen. Der neue Sockel wurde nach dem alten Sockel im Breslauer Scheitniger Park kopiert.
Am 11. Mai 2012 konnte das neue Eichendorff- Denkmal im Botanischen Garten in Breslau auf der Dominsel eingeweiht werden.
 
Das Originaldenkmal vom Bildhauer Alexander Kraumann stand seit dem 27. Juni 1911 im Breslauer Scheitniger Park.
Am Sockel befinden sich 2 Flachreliefs, links ein Mädchen beim Lautespiel vor einem Jüngling als Anspielung auf Eichendorffs Novelle – Aus dem Leben eines Taugenichts.
 
Die rechte Seite zeigt den Abschied eines Freiwilligen auf die Mitgliedschaft des Dichters der Romantik im Freicorps der Jäger.
 
Nach dem Krieg im Mai 1945 bis 1989 war Eichendorffs Sprache in Schlesien nicht mehr erwünscht und seine Literatur fand im damaligen Kulturleben in Schlesien keinen Platz mehr.
Seine Denkmale und Büsten wurden in Schlesien beseitigt. So auch das bronzene Eichendorff- Denkmal im Breslauer Scheitniger Park, übrig blieb der alte Sockel von 1911.
 
Der alte Sockel steht auch heute weiterhin im Scheitniger Park in Breslau.
Nach 1989 konnten im heutigen Schlesien wieder neue Eichendorff- Denkmale und Büsten errichtet und eingeweiht werden. So zum Beispiel: in Ratibor 1994, Rauden bei Ratibor 1997, Lubowitz 2000, Neisse 2002, Ratibor- Hohenbirken 2006, Gedenkstein bei Neustadt, eine Eichendorff- Büste aus schlesischem Marmor im Breslauer Rathaussaal 2009.
Das neue Eichendorff- Denkmal im Botanischen Garten in Breslau vom 11. Mai 2012 schafft eine weitere Spur zu Eichendorff und ordnet sich würdevoll in das heutige Kulturleben in Schlesien ein.
 
Peter und Susanne Gallwitz