20 Jahre Landsmannschaft Donauschwaben in Th├╝ringen, Abschluss 20. Ostdeutsche Kulturtage

Beeindruckend waren die vielen Trachtenträger aus Thüringen, Baden-Württemberg, aus der angestammten Heimat, der "Unteren-Baranya", aus Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien, jetziges Kroatien, die am 16. Juni 2012, nach alter Tradition, unter den Klängen des Prinz-Eugen-Marsches in die Sömmerdaer Unstruthalle einzogen.
 
 
Bundesweit und weltweit wird zu allen Donauschwabenveranstaltungen stets mit dem Lied des edlen Ritters Prinz Eugen begonnen. Prinz Eugen war es, der die Ansiedlung der Donauschwaben vor 300 Jahren von Ulm aus in die Wege geleitet hat.
 
 
Für den Landesvorsitzenden der Donauschwaben in Thüringen, Adam Pippus war es eine Freude, über 700 Heimatfreundinnen und Heimatfreunde aus nah und fern begrüßen zu können.
 
 
Unter großem Beifall begrüßte er den Schirmherrn dieser Festveranstaltung, Innenminister Jörg Geibert, den Bundesvorsitzenden der Landsmannschaften der Donauschwaben in Deutschland, Hans Supritz, den BdV-Landesvorsitzenden von Thüringen und Landtagsabgeordneten Egon Primas, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Landtagsabgeordnete Birgit Pelke, den Präsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben Stefan Ihas und Schriftführerin des Weltdachverbandes der Donauschwaben Anna Fernbach, vom Bundesverband der Donauschwaben Martin Kundl, den
Landrat vom Kreis Sömmerda, Harald Henning, den Bürgerbeigeordneten der Stadtverwaltung Erfurt, Wolfgan Zweigler und weitere Ehrengäste des BdV-Landesverbandes Thüringen, der BdV-Kreis- und Regionalverbände und alle Tanz- und Singegruppen sowie die Residenzstadtkapelle Gehren.
Pippus sagte: „Es ist für uns Donauschwaben eine Ehre, unser 20. Donauschwabenfest zusammen mit der Abschlussveranstaltung der 20. Ostdeutschen Kulturtage des BdV-Landesverbandes Thüringen
zu feiern. Deutsche Vertriebene aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern, Sudetendeutsche, Karpatendeutsche aus der Slowakei, aus Weichsel-Warthe, Donauschwaben aus Ungarn, dem ehemaligen Jugoslawien und Banater Schwaben aus Rumänien, feiern gemeinsam ein großes Fest.
Unseren Großeltern und Eltern war es aus politischen Gründen leider nicht möglich, mit unserer mitgebrachten Heimatkultur in die Öffentlichkeit zu gehen, sie darzustellen, zu pflegen und zu erhalten. Erst die Wiedervereinigung Deutschlands machte es möglich. Wir, die dritte Generation, hatten die Möglichkeit und wir haben sie genutzt. Rückblickend können wir froh und glücklich sein, für das, was
wir gemeinsam nach der Wiedervereinigung erreicht haben. Wir haben sozial-politische und kulturelle Verantwortung übernommen. Wir haben in die alte Heimat Brücken geschlagen und haben mit den jetzigen Bewohnern Freundschaften geknüpft und zum Teil herzliche Gastfreundschaft erfahren.
Mit der Durchführung von grenzüberschreitenden Projekten in der angestammten Heimat, leben wir Versöhnung. Mit der Pflege und Erhaltung unserer mitgebrachten Kultur, leisten wir einen Beitrag für die Gesamtkultur in Thüringen. Dies ist aber nur möglich, weil unsere Regierung in Thüringen auf der Basis des Bundesvertriebenengesetzes § 96 für unseren Vertriebenenverband Thüringen finanzielle Fördermittel bereitstellt. Wir hoffen, dass dies auch zukünftig so bleibt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, an unseren Landesvorsitzenden Egon Primas, an alle Landesvorstandsmitglieder für die Bereitstellung der Fördermittel vom Ministerium über den BdV-Landesverband Thüringen.“
Pippus wünscht sich auch in Zukunft von unserem Landesverband, Landsmannschaften, Kreis- und Regionalverbänden, Verantwortung zu übernehmen, mit viel Herzblut und Gemeinsinn, unsere Kultur
und die Verbundenheit zur alten Heimat aufrecht zu erhalten.
 
Unser 20. Geburtstag gab Pippus Anlass, unserem Bundesvorsitzenden Hans Supritz, allen Bundesvorstandsmitgliedern, für die langjährige, vorbildliche Zusammenarbeit und Unterstützung, zu
danken. Er sprach allen Vorstandsmitgliedern, Kassenprüfern, allen Heimatfreundinnen und Heimatfreunden unserer Landsmannschaft der Donauschwaben in Thüringen für das von ihnen in all den 20 Jahren geschenkte Vertrauen, für das Amt des Landesvorsitzenden der Donauschwaben in Thüringen, ein herzliches Dankeschön aus. Er dankte allen Helfern, die geholfen haben, das Fest vorzubereiten, was letztendlich zum guten Gelingen geführt hat. Pippus wünschte allen Gesundheit, weiterhin Kraft und Freude für die unverzichtbare Ehrenamtsarbeit in unseren Vertriebenenverbänden.
Innenminister Jörg Geibert bekam von Katharina Pippus einen buntgeschmückten Rosmarinstrauß überreicht, als Symbol des Lebens und Sinnbild für Treue und Verbundenheit und bat um einen Ehrentanz. Unser Landesvorsitzender Pippus forderte die Ehegattin von unserem BdV-Landesvorsitzenden Primas zum Ehrentanz auf. Nach großem Beifall tanzten alle Trachtenpaare mit.
 
Danach sprach der BdV-Landesvorsitzende von Thüringen Egon Primas sein Grußwort. Er dankte allen, dass sie so zahlreich die Abschlussveranstaltung der 20. Ostdeutschen Kulturtage des BdV-Landesverbandes Thüringen, die Jubiläumsveranstaltung der Donauschwaben, miterleben wollen.
Diese Großveranstaltung ist Bestandteil und Höhepunkt der Veranstaltung, die der BdV in Thüringen in diesem Jahr im Rahmen der Ostdeutschen Kulturtage durchgeführt hat. 20 Jahre Ostdeutsche Kultur- und Brauchtumspflege in den neuen Bundesländern sind ein würdiger Anlass, an die wiedergewonnene
Freiheit Europas im 21. Jahrhundert zu erinnern. Anschließend hat er Theresia Fischer und Georg Pfaff für ihr großes Engagement im Ehrenamt der Donauschwaben, die "Goldene Ehrennadel" des BdV- Thüringen überreicht und mit einer Ehren-Urkunde und einem Blumenstrauß beglückwünscht.
Er wünschte allen persönlich alles Gute, schöne Stunden in der Gemeinschaft und weiterhin soviel Engagement in der Verbandsarbeit. Anschließend hielt unser Schirmherr Innenminister, Jörg Geibert seine Festrede.
 
 
Da Jubiläen immer Grund zur besonderen Freude sind, freue er sich sehr, den 20. Jahrestag der Thüringer Landsmannschaft der Donauschwaben sowie die 20. Ostdeutschen Kulturtage gemeinsam
mit uns zu erleben und bedankte sich recht herzlich für die Einladung.
Er überbrachte herzliche Grüße der Thüringer Landesregierung sowie der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Er habe gern die Schirmherrschaft unserer Veranstaltung übernommen, denn die Kultur der Vertriebenen in Thüringen, lebt in hervorragender Weise durch ein starkes Engagement.
„Sie, als Vertriebene, haben die deutsche Kultur bereichert und sie vielfältiger gemacht. Der kraftvolle Prinz-Eugen-Marsch, der den Einzug der Trachtengruppen begleitete, war bereits ein gelungener
Auftakt. Menschen, denen im Krieg unsagbares Leid zuteil wurde, mussten durch die Vertreibung erneut ein Solches erfahren. Das Bewusstsein um ihr Schicksal oder um das Schicksal ihrer
Vorfahren ist in den Familien verankert und wird weitergegeben. Darüber hinaus hatten Sie durch zahlreiche Veranstaltungen Ihre Brauchtumspflege am Leben und in der Öffentlichkeit.“ Innenminister Geibert sagte weiter: „Wir können die Vergangenheit nicht mehr ändern, wir können aber in der Gegenwart aus ihr lernen, um die Zukunft zu gestalten. Pflegen Sie weiter Ihr Brauchtum, stärken Sie Ihre Identität und machen Sie Deutschland bunter.“ Er wünschte uns für die weitere Veranstaltung viel Erfolg und gutes Gelingen.
 
Unser Bundesvorsitzender Herr Hans Supritz lobte die Aktivitäten der Landsmannschaft der Donauschwaben in Thüringen. Er sprach dem gesamten Landesvorstand der Landsmannschaft der
Donauschwaben in Thüringen und seinen Mitgliedern für das Engagement in der Pflege und Erhaltung unseres Kulturgutes aus der angestammten Heimat und für die Arbeit in der alten Heimat, des vorbildlichen Einsatzes im Sinne der Völkerverständigung, ein herzliches Dankeschön aus.
 
 
Nach seinem Grußwort hat Bundesvorsitzender Hans Supritz dem stellvertretenden Landesvorsitzenden der Landsmannschaft der Donauschwaben in Thüringen, Hans Müller und Revisionsvorsitzenden, Josef Spies für ihr Engagement in der Landsmannschaft mit der "Bundes-Ehrennadel in Gold" ausgezeichnet. Anschließend gratulierte Adam Pippus dem Bundesvorsitzenden Hans Supritz zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 30. April 2012 nachträglich mit einem Blumenstrauß.
Er wünschte ihm viel Kraft für seine weitere Ehrenamtsarbeit und beste Gesundheit in reichem Maße, für eine lange, lange Zeit.
Danach sprachen der Bürgerbeigeordnete der Stadtverwaltung Erfurt Wolfgang Zweigler und Landrat des Kreises Sömmerda Harald Henning Grußworte.
Durch das abwechslungsreiche Programm führte der stellvertretende Landesvorsitzende der Donauschwaben in Thüringen Herbert Schwab.
 
 
Die Donauschwäbischen Tanzgruppen aus Mosbach, Backnang und die Ungarndeutsche Tanzgruppe aus Babarc, führten ihre Tänze mit viel Temperament und Begeisterung vor und bereiteten einen regelrechten Augenschmaus für die Anwesenden. Ein besonderer Applaus galt den Gesangs-Duos Adrienn Treitz und Josef Becker aus Babarc/Ungarn, sowie Heinz Jupe und Franz Gräff aus Mosbach.
 
 
Mit weiteren Auftritten der Donauschwäbischen Singegruppe aus Mosbach, dem Männerchor aus Erfurt-Dittelstedt und der Residenzstadtkapelle Gehren, ging eine schöne Brauchtumsveranstaltung zu Ende.
 
Zum Abschluss dankten Egon Primas und Adam Pippus, allen Chören, Tanzgruppen und Musikanten mit je einem Blumenstrauß und einer Ehren-Urkunde.
 
Es war rundum eine gelungene Veranstaltung und wird allen Anwesenden in guter Erinnerung bleiben.
 
Katharina Pippus