Zentraler Tag der Heimat 2014

Volles Haus zum 2. Tag der Landsmannschaften im BdV Thüringen und
zentralen Tag der Heimat

Die über 500 Heimatfreunde, die am 6. September 2014 nach Arnstadt in die Stadtbrauerei angereist waren, fanden sich am Vormittag in ihren Landsmannschaften zusammen, um landsmannschaftlich geprägte Vorträge, Filme und Diskussionen zu erleben.

Am Nachmittag, im Saal vereint zum zentralen Tag der Heimat, begrüßte BdV Landesvorsitzender Egon Primas, MdL die Schirmherrin der Großveranstaltung, Ministerpräsidentin Christiene Lieberknecht auf das Herzlichste.
Ebenso erfreut über sein Kommen zeigte sich Primas über die Anwesenheit des Festredners zum Tag der Heimat, den ehemaligen Bundesverteidigungsminister Dr. Franz-Josef Jung, MdB, der in den Jahren der politischen Wende von Hessen aus den Thüringerinnen und Thüringern aktiv zur Seite gestanden hat.
Ein herzliches Willkommen galt den Gästen aus dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, die an diesem Tag mit uns das 20-jährige Bestehen unseres gemeinsamen Freundschaftsvertrages begehen können, Hubert Kolodziej und Joachim Niemann, dem langjährigen Freund unseres Landesverbandes, Dieter Bartusch vom BdV Landesverband Brandenburg und dem Direktor des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, Dr. Andreas Jantowski.

In ihrem Grußwort führte Ministerpräsidentin u.a. aus: „Der Tag der Heimat 2014 will mit seinem Leitwort: ‚Deutschland geht nicht ohne uns‘ daran erinnern, welchen großen Beitrag die Heimatvertriebenen beim Wiederaufbau Deutschlands geleistet haben. Und ich möchte mit Blick auf die Heimatvertriebenen in unserem Land ergänzen: ‚Thüringen geht nicht ohne uns!‘ Thüringen geht nicht ohne sie!

Mein Dank gilt ihnen allen, die sich in ihrer neuen Heimat nach 1945 und nach 1990, nach der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes auf besondere Weise eingebracht haben.“
Es waren Worte, die große Zustimmung bei den Anwesenden fand.

Festredner Dr. Franz-Josef Jung fand bewegende und treffende Worte, er sagte: „Sie haben sich durch Beharrlichkeit, Selbstbewusstsein und Pflege Ihrer Traditionen über alle Anfeindungen hinweg, nicht erniedrigen lassen. Ihnen ist es gelungen, sich Ihren eigenen Charakter zu bewahren und haben somit das Schicksal der Vertriebenen und die Würdigung Ihrer Leistungen in Thüringen fest verankert. Die heutige Veranstaltung hier in Arnstadt ist ein beredes Beispiel hierfür…
Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihren Beitrag, den Sie für Thüringen, für Deutschland und Europa geleistet haben. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam unsere Stimme erheben, wenn es darum geht, die Freiheit mit Füßen zu treten, die Menschenrechte  zu missachten und Vertreibung  zum Mittel der Politik werden zu lassen. Lassen Sie uns deshalb für eine gute Zukunft eintreten: In Thüringen, in Deutschland und in Europa.“

Der BdV Landesvorsitzende Egon Primas nutzte den Tag der Heimat auch, um im Auftrag der Bundeslandsmannschaften Auszeichnungen an verdiente Mitglieder öffentlich zu überreichen und die eigene höchste Auszeichnung, die Medaille „In Treue zur Heimat“ des BdV Thüringen zu vergeben.

Diese gingen an

Heinz Scholz (RV Weimar)

Erika Hesse (KV Nordhausen)

Elfi und Wolfgang Storm (RV Meiningen)

Helmut Bednarek (RV Schmalkalden).

 


Mit der Goldenen Ehrennadel des BdV Thüringen wurden geehrt: Robert Wolff  (KV Nordhausen) und Lilli Schäfer (LM Deutsche aus Russland).

 


Mit der Ehrennadel in Gold der Bundeslandsmannschaft Schlesien wurden Horst Jüngling sowie Gertrud Voss und mit der Ehrennadel in Silber der Bundeslandsmannschaft Schlesien Manfred Steller ausgezeichnet.


Die Pommersche Bundeslandsmannschaft ehrte mit ihrer Goldenen Ehrennadel Irmgard Lang(abwesend) und Herbert Grams.

Durch das anschließende Kulturprogramm führte der stellvertretende Landesvorsitzende Erwin Tesch. Die Gruppen, die er ankündigte, überzeugten in ihren Darbietungen und ernteten den verdienten stürmischen Applaus.

Das Folkloreensemble Neuhaus am Rennweg im Thüringer Wald e.V.  und die deutschstämmige Folklore Musik- und Tanzgruppe aus der Ukraine hätten beide für sich einen ganzen unterhaltsamen Nachmittag füllen können.

In bewährter Weise erfreute die ResidenzStadtkapelle Gehren in der Mittagspause mit Blasmusik die Teilnehmer. Einen Dank auch an die jugendlichen Helfer Linda, Anja, Richard, Patrick und Elias, die den Gästen als Ordner an diesem Tag mit freundlicher Hilfe zur Verfügung standen.
Leider hatten einige Verbände ihre Busse für die Rückfahrt viel zu früh bestellt, so dass die Zuschauer nicht in den Genuss des vollen Programms kamen, schade!