‚ÄěMatrjoschka‚Äú gastierte in Sonneberg

„Matrjoschka“ mit beeindruckendem Konzert in Michaeliskirche
 
War die Kirchweihmusik in Steinbach Anfang August etwas für Tradition und Brauchtum, so konnte mancher am 16.08.2016 etwas für seine seelische Beschaffenheit tun. 
Denn Herr Stein und Herr Zimny vom Bund der Vertriebenen und Köppelsdorfs Pfarrer Joh. Dieter hatten, wie letztes Jahr, mit „Legende“ wieder einen Vokalkreis eingeladen. Diesmal sangen zehn Sängerinnen und Sänger aus Ilmenau, in wundervoller Weise für ein mit Prominenz aufwartendes, sehr interessiertes und hörwilliges Publikum in der Michaeliskirche. Im ersten, dem geistlichen Teil, trug man viele Stücke aus der orthodoxen Liturgie vor, wo der Lobpreis Gottes und die Verehrung Mariens mit dem Erlöser in Jesus Christus,  in beeindruckender Weise besungen wurde. Auch Psalmen wurden musikalisch interpretiert. Die tiefe Frömmigkeit des russischen und die seelisch-religiöse Tragweite des ukrainischen Volkes kam durch den Chor in hohem Maße zum Ausdruck.
Gerade in Zeiten erheblicher politischer Spannungen zwischen beiden Ländern war der friedlich - musikalische Unterton des Ensembles unüberhörbar. Die Leiterin Svetlana Makuschkina führte in sehr ruhiger, einfühlsamer und behutsamer Weise den Chor durch die gesunde Dynamik von laut und leise.
 
 
Im zweiten und weltlichen Teil wurden fröhliche und lustige ukrainische, wie russische Volks-und Scherzlieder besungen. So beim „Ging ein Kosak am Don spazieren“, oder „Als Malanja Bohnen gestreut hat“, einer Satzvertonung der Leiterin Svetlana Makuschkina, und besonders der „Abend-klang“. Das Publikum fand immer mehr Gefallen am Dargebotenen und legte mit rhythmischem Klatschen den Grundstein für weitere Zugaben. 
Die etwa 140 Gäste, unter ihnen Landrätin Christine Zitzmann, Dr. Heiko Voigt und Christian Tanzmeier, sparten dann auch nicht mit Applaus gegenüber den Künstlern. Als kleines Dankeschön erhielt jeder der SängerInnen eine verzierte Rose.
Johannes Dieter