Besuch der Ausstellung „Flucht und Vertreibung“

Gut vorbereitet vom Vorstandsmitglied Anita Haak, mit eingebauten Extras unterwegs, besuchten wir, der BdV Kreisverband Greiz, am 3. März diesen Jahres die Ausstellung „Flucht und Vertreibung“.

 

Mit 15 Personen, verteilt in 4 Pkw's, fuhren wir bei Kaiserwetter nach Neustadt/Orla. Dort wurden wir nach vorheriger Absprache freundlich empfangen und in die Ausstellung eingeführt.

Die Ausstellung, eigentlich in 3 Teilen von der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibung“ in Berlin eröffnet, ist im Museum in Neustadt bei weitem nicht so vielfältig, zeigt aber den wesentlichen Werdegang der Vertreibung. Interessiert wurden die Zeitzeugenauszüge aus den verschiedenen Heimatgebieten aufgenommen sowie die Rubrik „Was wurde seit dem getan“, eine kurze zusam-mengefasste Darstellung der Arbeit im BdV.

 

Natürlich werden auch Erinnerungen der Kindheit wach, an die eigene schwere Zeit , das Lager auf Stroh, an die Kälte im Winter, den Hunger, den Verlust und das Leid in den Familien, die Bomben-nächte und Angriffe der Tiefflieger auf flüchtende Menschen und danach statt Straßen die Trampel-pfade durch die Trümmer, die mit bloßen Händen besonders von Frauen beräumt wurden. Nachvollziehen kann es wohl nur noch der, der es selbst erlebt hat. Wie haben das unsere Müter nur geschafft, unschätzbar was sie geleistet haben, gewollt oder ungewollt. So hat auch diese Ausstel-lung in Neustadt, verbunden mit der Stadtgeschichte zum Thema gezeigt, dass es ein Vergessen nicht gibt und nicht geben darf. Menschen, die ihre Heimat, ihr Zuhause verloren haben brauchen die Solidarität aller Menschen.  Erfreut waren wir, dass es neben uns einige jüngere Besucher gab, die mit Interesse die Ausstellung wahr genommen haben und so ist auch diese Ausstellung „Flucht und Vertreibung“ im Stadtmuseum in Neustadt angekommen.

 

Christa Schulz