Gedenkfeier an der Mahn- und Gedenkstätte auf dem Erfurter Hauptfriedhof

 VERTREIBUNG IST UNRECHT - DIE HEIMAT BLEIBT UNVERGESSEN

 

Zum Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung hat der BdV Landesverband Thüringen am 27. Juni 2018 auf den Erfurter Hauptfriedhof eingeladen.

 

 

 

 

An das Schicksal der mehr als zwei Millionen deutschen Zivilpersonen, die in den letzten Kriegsmonaten und nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf der Flucht vor der Roten Armee, durch Deportation und Zwangsarbeit und während oder in Folge der Vertreibungen aus den Heimatgebieten den Tod fanden, erinnerte Landesvorsitzender Egon Primas, MdL. Der Heimatbegriff war ebenso ein Thema wie die aktuelle Flüchtlingssituation: „Nie wieder Vertreibung. Das ist der Anspruch, der uns gerade in der heutigen Zeit besonders leiten muss. Mehr als 68 Millionen Menschen sind aktuell weltweit auf der Flucht. Kann die Lösung für diese immense Katastrophe wirklich sein, allen diesen Menschen fernab der Heimat, in vermeintlich sicheren Ländern Schutz zu gewähren? Würden dadurch die vorhandenen Schutzmöglichkeiten, die eher als kurzfristige Notlösungen gedacht sind, nicht dauerhaft aufs Spiel gesetzt?“

 

 

Anwesend waren auch Ministerpräsident Bodo Ramelow, Prior Franz Schwarz aus dem Kloster St. Wigberti Werningshausen, Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker sowie das Bläserquartett.

Thüringens Ministerpräsident Ramelow dankte in seiner Grußansprache ausdrücklich dem BdV in Thüringen und seinen Mitgliedern für seine versöhnungspolitische Arbeit in Thüringen und in den Heimatgebieten der Vertriebenen.

 

 

Die Ansprache von Prior Schwarz und das anschließende gemeinsame Gebet und die Begleitung des „Corps de musicque“ rundeten das würdige Gedenken bei strahlendem Sonnenschein ab.