Schlesier zum Tag der Landsmannschaften 2016

 „4. Tag der Landsmannschaften“ in Thüringen bei der

Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Thüringen 
 
Bei der Landesgruppe der Schlesier in Thüringen war der Vormittag der Gründung vor 25 Jahren gewidmet. Der diesjährigen Einladung waren 80 Schlesier gefolgt, und im Saal waren alle Kreis-gruppen vertreten.
 
 
Als Ehrengäste konnten die Schlesier die Vizevorsitzende des Verbandes der deutschen Gesell-schaften in Polen (VdG), Renate Zajaczkowska aus Breslau, und die Geschäftsführerin des VdG, Frau Maria Neumann aus Oppeln, begrüßen.
 
In der Festansprache würdigte der Landesvorsitzende, Herr Horst Jüngling, die Erfolge der Ar-beit in allen Kreis- und Regionalverbänden des BdV- Landesverbandes Thüringen e.V. Nach Gründung des BdV- Landesverbandes Thüringen am 10. November 1990 war die Gründung der Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Thüringen folgerichtig. Endlich konnten die Vertrie-benen nach 40 Jahren DDR- Diktatur sich endlich selbst organisieren und ihre bisher tabuisierten Probleme der Flucht und Vertreibung öffentlich darlegen.
 
In der Rede wurden eine Reihe aktiver Schlesiergruppen genannt wie in Breitungen im Kreis Schmalkalden, im Regionalverband Meiningen, in Lobenstein, im Kreisverband Nordhausen und auch im Kreisverband Erfurt. Ebenso wurden die beiden wichtigsten Höhepunkte für die Verein-sarbeit, der bundesweite Gedenktag der Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation, sowie die Entschädigung der deutschen Zwangsarbeiter erwähnt.
 
Bei den grenzüberschreitenden Projekten zu den Heimatgebieten wurde die Arbeit der AG „Ju-gend und Schule“ unter der Leitung von Peter Gallwitz in Oberschlesien und in Ermland- Masu-ren besonders gewürdigt. Dadurch konnte mit direkter Unterstützung des BdV- Thüringen 5 Schulen mit bilingualen Unterricht der Name „Eichendorff“ und einer Schule der Namen J.W. v. Goethe verliehen werden.
In der Rede wurden aber auch die offenen Probleme der Entschädigung bzw. Wiedergutma-chung des geraubten deutschen Eigentums in Polen und in Tschechien angesprochen.
Andere osteuropäische Länder haben in dieser Beziehung schon viel mehr getan. Die Klärung dieser Themen ist für das Zusammenleben der Völker in Europa äußerst wichtig.
Zum Schluss wurden die Teilnehmer darüber informiert, dass das nächste Deutschlandtreffen am 24. und 25. Juni 2017 in Hannover stattfindet.
Mit der Filmvorführung „Reise nach Schlesien“, einer Aussprache zur weiteren Arbeit und dem gemeinsamen Singen des Schlesierliedes fand der Vormittag einen würdigen Abschluss.
 
Horst Jüngling