„80 Jahre: Erinnern – Bewahren – Gestalten“ sowie der 75. Jahrestag der Charta der deutschen Heimatvertriebenen
Am 12. August 2025 wurde im Plenarsaal des Thüringer Landtages der „Tag der Heimat“, des Bundes der Heimatvertriebenen e.V., Landesverband Thüringen, begangen. Rund 150 Heimatvertriebene aus allen Teilen Thüringens sowie zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam der Geschichte zu gedenken und den Blick auf die Zukunft zu richten.
Die Veranstaltung stand unter dem Leitwort „80 Jahre: Erinnern – Bewahren – Gestalten“ und erinnerte zugleich an den 75. Jahrestag der Charta der deutschen Heimatvertriebenen.

Unter den Rednern fanden sich hochrangige Persönlichkeiten wie Landtagspräsident Dr. Thadäus König, Ministerpräsident Prof. Dr. Mario Voigt, BdV-Präsident und Bundesbeauftragter Dr. Bernd Fabritius, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Zeitzeuge Horst Jüngling sowie Bernard Gaida, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in der FUEN.
Als weitere Gäste konnte der BdV-Landesvorsitzende Thüringen, Egon Primas, begrüßen:
den Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Thüringens, Prof. Dr. Reinhard Schramm, den Generalsekretär des BdV Bundesverbandes Marc-Pawel Halatsch, den Thüringer Landes-beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Peter Wurschi, den Geschäftsführer des BdV Landesverbandes Niedersachsen Michael Gediga, die Geschäftsführerin des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) Joanna Hassa sowie die Bildungsberaterin des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) Edyta Opyd.
Egon Primas hob in seinen Redebeiträgen hervor, dass es in der politischen wie in der gesellschaftlichen Arbeit nicht allein beim Erinnern bleiben dürfe: „Gestalten heißt für uns, das Vermächtnis der Vertriebenen und Aussiedler lebendig zu halten und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen – für unsere Landsleute in den Herkunftsgebieten ebenso wie für ein friedliches Europa.“
Ministerpräsident Prof. Dr. Voigt würdigte die Charta der deutschen Heimatvertriebenen als ein Dokument, das „aus den Trümmern geboren ist und dennoch Hoffnung atmet“. Bundesbeauftragter Dr. Fabritius überbrachte die Grüße von Bundeskanzler Friedrich Merz und machte deutlich, dass Erinnerung und Verantwortung zentrale Anliegen der Bundesregierung sind.
Mit dem Bericht von Zeitzeuge Horst Jüngling, Vorsitzender der Landesgruppe Thüringen der Landsmannschaft Schlesien und stellvertretenden BdV Landesvorsitzenden, den Stimmen aus Kirche und Politik sowie dem Beitrag von Bernard Gaida wurde einmal mehr deutlich, dass das Vermächtnis der Heimatvertriebenen nicht Vergangenheit, sondern auch heute noch aktuell und Auftrag für Gegenwart und Zukunft ist.
Bernd Fabritius ehrt verdiente Persönlichkeiten mit goldener Ehrennadel

Für ihre langjährigen Verdienste und ihr außergewöhnliches Engagement wurden Erika Hesse und Horst Jüngling feierlich ausgezeichnet. Bernd Fabritius, Präsident des Bundesverbandes, überreichte beiden die Ehrennadel in Gold – die höchste Auszeichnung des Verbandes.
„Mit dieser Ehrung würdigen wir zwei Persönlichkeiten, die sich über viele Jahre hinweg mit großem Einsatz und Herzblut für unsere Gemeinschaft stark gemacht haben“, betonte Fabritius bei der feierlichen Verleihung.
Einen tief bewegenden Akzent setzten zwei Gedichte von Erika Schirmer, die von Erika Hesse und Gisela Bargemihl vorgetragen wurden. Sie berührten die Herzen der Anwesenden und ließen Erinnerungen lebendig werden.
Musikalisch wurde die Festveranstaltung von zwei Chören getragen: dem Männerchor „Goldene Aue“ aus dem Landkreis Nordhausen und dem Chor „Cherwona Kalina“. In Letzterem wirken auch unsere ukrainischen Freunde mit, die in Nordhausen Aufnahme und durch den BdV Unterstützung fanden.


So wurde der „Tag der Heimat“ 2025 zu einem würdigen und zugleich hoffnungsvollen Zeichen des Erinnerns, Bewahrens und Gestaltens.
Beiträge und Reden hier zum nachlesen:


Grußwort BdV Präsident Prof. Dr. B. Fabritius – folgt demnächst


